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Rezensionen

 

Bob Degen & Valentin Garvie – Duo-Konzert vom 29.03.2012
in der Romanfabrik Frankfurt

Die Frühkritik zum Nachhören >> hier <<

Quelle: hr online vom 30.03.2012
Autor/Kommentator: Claus Gnichwitz



CD-Album
Community: What's your Dream

Ein Traum von einem Quartett

Vielleicht ist Valentin Garvie genau der Musiker, der Bob Degen gefehlt hat. Bob Degen, seit Menschengedenken bei oder in Frankfurt ansässiger Pianist aus Pennsylvania, verfügt über enormes lyrisches Talent, das sich am intensivsten in kleinen Besetzungen entfaltet. Das klassische Klaviertrio erschien stets als Ideal, aber der Trompeter und Flügelhornist Valentin Garvie ist ein Geistes-verwandter. Mit variabler Tongebung, lyrisch akzentuiert, aber zu spontanen, druckvollen Phrasierungen fähig, fügt er sich mit Ralf Cetto (Bass) und Uli Schiffelholz (Schlagzeug) zu einem Gruppenklang, der einen konzentrierten Magnetismus ausstrahlt. Garvie, Trompeter beim Ensemble Modern, spielt auch ein voll tönendes Flügelhorn und eine schlank intonierte Bachtrompete, was der Band ein weites Klangspektrum gibt. Das Material auf der CD des Quartetts stammt gleichmäßig von allen Bandmitgliedern, und so verläuft auch der Spielprozess: mit einem starken Akzent auf der schönen alten Sitte des Zuhörens. H.L.

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 21.11.2008
Verfasser: Hans-Jürgen Linke

 

CD-Album
Stephan Schmolck: Electric + Back and Forth – Konnex KCD 5202.

Wie im japanischen Landschaftsgarten

Stephan Schmolck und Bob Degen haben etliche Jahre lang mit Heinz Sauer eines der magischsten Trios im deutschen Jazz gebildet, aber dann ging Degen in die USA zurück, und was vorbei ist, ist vorbei. Seit etlichen Jahren ist er wieder im Lande, aber dass Schmolck und er sich wieder einen Saxofonisten als Trio-Partner gesucht haben, hat wenig mit Sehnsucht nach Vergangenem zu tun - eher damit, dass ein gut laufendes Trio im Jazz einfach das Dichteste und Intensivste ist, was man machen kann. Der Saxofonist im Bunde ist jetzt Hugo Read, ein Altist mit einem wunderbaren Gefühl für Klangfarben und ihre Dramatik. Die Kompositionen von Degen und Schmolck gehen lange Wege wie durch kleine Welten wie in einem japanischen Landschaftsgarten und schaffen Ausblicke, wie man sie in diesen poetischen, sehr subtilen Klang-Konstellationen nicht unbedingt erwartet hätte. Alles lebt davon, dass Raffinesse und Einfachheit hier keine Gegensätze bilden und dass drei eigenwillige Musiker eine vitale musikalische Balance erreicht haben. H.L.

Schmolck gehört zu den älteren Vertretern der jüngeren deutschen Jazzmusiker-Generation. Oder umgekehrt. Nachdem er seinen letzten Palmen-garten-Auftritt mit seinem Quartett Electric Bundle bestritten hatte, spielt die Elektronik im gegenwärtigen Konzept eine geringere Rolle und das klassische Handwerk eine größere, und es ist eine reine Freude zuzuhören, wie die drei es beherrschen. Der angeschlagene Grundton wirkt gedeckt und warm. Es gibt freies und modales Spiel, durchaus aber auch Bindungen an Harmonien; es gibt überraschend subtile und plötzliche Wechsel von Klangfarben und Rhythmik, ohne dass sich der Eindruck formsprengender Brüchigkeit einstellte; es gibt elektronisch eingespielte Loops, die aber keine Macht über die Musik gewinnen, sondern freundlich im Hintergrund bleiben; und weil alle drei Musiker ausgeprägte Melodiker sind, gibt es dichtes, klares Linienwerk.

Hugo Read ist ein Bläser mit einer ungeheuren Varietät an Artikulations- und Intonationsweisen, mal mit vieldeutiger, von Obertönen und Überblas--androhungen angereicherter Klanggebung, mal scharf und schnell und geradeaus, mal von heiserer Intensität in der Tiefe; Bob Degen erblüht in seinen sanglich-lyrischen Soli oft voller Inbrunst und Hingabe, dass man fast die Sparsamkeit und Genauigkeit, mit der er zu Werke geht, überhören könnte. Und vielleicht sollte man ergänzen, dass die meisten Stücke ziemlich raffiniert komponiert sind.

Dieser Musik fehlt nichts, aber das erstaunlichste an ihr ist, wie mühelos sie sich bei aller Komplexität in der Open-Air-Situation behauptet. Das muss an der intensiven Wärme ihres Klangbildes liegen, die sich zur urbanen Magie des Augustabends unter alten Bäumen fügt, einer Magie, der schließlich die melancholisch eingefärbte Zugabe gewidmet ist.

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 25.9.2008
Verfasser: Hans-Jürgen Linke

 

Konzert: Bob Degen (p), Martin Gjakonovski (b),
Tobias Backhaus (dr) und Gerd Dudek (sax)


vom 18.11.2006, 19.30 Uhr, Jazz im SAALBAU X, Saalbau Bornheim, Arnsburger Str. 24, Frankfurt

Das hohe künstlerische Niveau des Auftritts wurde auch in der Presse entsprechend gewürdigt:

"... Sein harmonisch reiches Spiel schließt auf Behop-Grundlage an die deutsche Spätromantik an, die er mit Momenten eines debussyhaft impressionistischen Klangs zu einem organisch gefügten Ganzen verschmolzen hat. Die Töne setzt er sparsam, Bob Degen ist ein Meister der Reduktion. Eine Kunst, die er schon früh ausgeforscht hat, wie in seinem fulminanten Debüt als Leader auf Sequoia Song von 1976 zu hören ist, das gerade erstmals auf CD erschienen ist.
Die Trennungslinie zwischen Solist und Rhythmiker, die es in Degens Quartett durchaus gibt, scheint umgekehrt in Augenblicken der intim-dichten Zwiesprache dann eben doch wieder zeitweilig aufgehoben. Es ist viel Verve im Spiel dieses mit dem Bassisten Martin Gjanovski und Tobias Backhaus am Schlagzeug besetzten Ensembles. ..."

Artikel: "Die Tiefe des Austauschs" (Auszug)
Verfasser: Stefan Michalzik
Quelle: Frankfurter Rundschau vom 22.11.2006